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Chronik des Bezirksschützenverband

Lüneburg v. 1951 e.V.

Der Bezirksschützenverband Lüneburg besteht zum 50 Jährigen Jubiläum im Jahre 2001 aus den 5 Schützenkreisen Betzendorf, Bleckede, Echem, Lüneburg und Wittorf denen 49 (50) Vereine mit ca. 7000 Mitgliedern angehören.

Der Bezirksschützenverband Lüneburg ist identisch mit dem Landkreis Lüneburg, wobei durch die Gebietsreform von 1974 der Schützenverein Schwinde-Stove und das Schützenkorps Tespe dem Landkreis Harburg zugeordnet wurden und durch die Wende 1990 der Schützenverein Brahlstorf im Landkreis Ludwigslust dazu kam.

Durch die Wende und Grenzöffnung kam der 1851 gegründete Schützenverein Neuhaus-Carrenzin zum Schützenbezirk Lüneburg.

1993 war es dann soweit, dass das Amt Neuhaus, östlich der Elbe, wieder zum Landkreis kam.

Unter Mithilfe des Präsidiums des Schützenkreises Bleckede und einiger Funktionsträger der Schützenvereine des Schützkreis und des Schützenbezirks, wurde 1990 der Schützenverein Brahlstorf in Mecklenburg-Vorpommern gegründet.

Der älteste Schützenverein im Schützenbezirk ist die 1387 gegründete Allgemeine Schützengesellschaft der Stadt Lüneburg. Der mitgliedstärkste Verein mit über 400 Mitgliedern ist der Schützenverein Scharnebeck.

Neben den schießsportlichen Diziplinen Luftgewehr, Luftpistole, Kleinkaliber, Sportpistole, Laufende Scheibe, Armbrust, Vorderlader und Wurftaubenschießen, wird im 1. Club der Großkaliberschützen Dahlenburg und bei dem Großkaliberclub 45er in Bavendorf das Großkaliberschießen und im Bogensportclub Wendisch Evern, Sportverein Lüdersburg, Schützenverein Melbeck sowie in der Bogensportabteilung des VfL Bleckede das Bogenschießen gepflegt.

Mit der Gründung des Deutschen Schützenbundes im Jahre 1861 entstand erstmals eine Dachorganisation des Schützenwesens. Mitglieder waren seinerzeit direkt die Vereine. Es dauerte hierzulande bis zum Jahre 1909, als auch auf unterer Ebene ein Zusammenschluss erfolgte. Nach zwei in Lüneburg abgehaltene Vorberatungen, wurde der Schützenverband für den Regierungsbezirk Lüneburg am 25. Juli 1909 im Schützenhaus zu Winsen an der Luhe von Schützen aus Harburg, Salzhausen, Lüneburg, Bleckede und Winsen gegründet. Erster Präsident war Julius Schröder aus Winsen an der Luhe. Das Verbandsschießen fand unter der Leitung von Mitbegründer und Schützenmeister Karl Johannsen in Winsen an der Luhe, Bardowick, Bleckede und 1914 in Lüneburg statt.

Nach dem ersten Weltkrieg war es Willi Karl, der den Verband erneut zum Leben erweckte. Als Folge des verlorenen Krieges waren von den Siegermächten die zahlreichen, vor allem im ländlichen Bereich existierenden Kriegervereine und Kyffhäuserbünde verboten worden.

Da man aber vielerorts die Tradition fortsetzen wollte und die Lust zum Schießen nicht verloren hatte, beruhen zahlreiche Vereinsgründungen jener Zeit auf diesem Umstand.

Durch Neugründungen allein im Lüneburger Bereich in den Jahren 1919 bis 1934, wuchs der Verband erheblich an.

Eine gewisse Stagnation des gesamten Schützenwesens trat ein, als man im sogenannten Dritten Reich versuchte, die Schützenvereine an die Leine zu nehmen und ihre Tätigkeit als vormilitärische Ausbildung umzufunktionieren. Dank Willi Karl und anderen standfesten und besonnenen Schützenbrüdern gelang es jedoch, diesen wesenfremden Einfluss weitgehend fernzuhalten.

Während des zweiten Weltkrieges ruhte das Schützenwesen völlig, bis es durch die Siegermächte im Jahre 1945 gänzlich verboten wurde.

Letzter Bezirkspräsident war Friedrich Roloff aus Uelzen.

Mit der Erlangung der Souveränität im Jahre 1949 begann sich auch das Schützenwesen hier und da wieder neu zu formieren. Wieder war es Willi Karl, der nach dem Zusammenbruch zum Sammeln blies. Da eine Wiedergründung des alten Schützenverbandes infolge der inzwischen eingetretenen Veränderungen nicht mehr in betracht kamen, bemühte er sich mit Unterstützung von Werner Gundlach und den Schützenkorps, -gilden und –vereinen auf dem Gebiet des Landkreises Lüneburg einen neuen Verband wieder zu gründen.

Es fand Ende 1950 Anfang 1951 im Altenbrücker Hof zu Lüneburg eine Versammlung statt, auf der Willi Karl und Werner Gundlach beauftragt wurden, Grundlagen für eine Gründung auf kleiner Ebene zu erarbeiten.

Nachdem am 14. Januar 1951 der Nordwestdeutsche Schützenbund in Bremen aus der Taufe gehoben wurde, sich die interessierten Präsidenten der Verbände am 07. und 08 April 1951 zur sogenannten Nauheimer Tagung trafen um die Vorbereitung zur Neugründung des Deutschen Schützenbundes zu bewerkstelligen – die Wiedergründung fand am 16. September 1951 und die feierliche Proklamation fand dann am 18. November 1951 im Kongresssaal in Köln im Beisein von Professor Dr. Theodor Heuß statt – wurde auch in Lüneburg zu einer Gründerversammlung eingeladen.

Am 17. Juli 1951 versammelten sich im Hotel Scheffler zu Lüneburg 23 Delegierte aus den Vereinen ASG Lüneburg, Bardowick, Bleckede, Hagen, Oedeme, Reinstorf, Scharnebeck und Wittorf um den Schützenverband für den Stadt- und Landkreis Lüneburg zu gründen.

Von den Gründungsmitgliedern sind namentlich bekannt und zwar:

Willi Karl, Lüneburg – Emil Meyer, Bardowick – Peter Bensch, Oedeme – Werner Gundlach, Lüneburg – Wilhelm Gödecke, Scharnebeck – Friedrich Schnaar, Bleckede – Hans Hartmann, Lüneburg – Erich Wendt, Wittorf – Peter Ibing, Hagen – Franz Schrader, Bardowick – Richard Chollowa, Hagen – Wilhelm Meyer, Reinstorf – Carl Duve, Bleckede – Johannes Rogge, Lüneburg – Ernst Wilhus, Lüneburg – Bernhard Kolkmann, Handorf (als Mitglied von Wittorf) – Ernst Stegen, Oedeme – Hans Meyn sen., Oedeme – Karl Heuer, Wittorf – Dr. Walter Quast, Bardowick – Amadeus Meyer, Scharnebeck.

Nach einstimmig angenommener Satzung wurde unter Leitung von NWDSB-Präsident,Herman Meyer, Bremen, folgender Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender: Willi Karl, Lüneburg

2. Vorsitzender: Emil Meyer, Bardowick

1. Schriftführer: Werner Gundlach, Lüneburg

2. Schriftführer: Wilhelm Gödecke, Scharnebeck

1. Schatzmeister: Erich Wendt, Wittorf

2. Schatzmeister: Peter Ibing, Hagen

Schießwart: Franz Schrader, Bardowick

Dem Schießausschuss gehörten neben dem Schießwart die Schützenbrüder Peter Besch, Oedeme und Richard Chollowa, Hagen an.

Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder betrug jeweils zwei Jahre.

Noch auf der Gründerversammlung entschieden sich die Delegierten einstimmig für den Anschluss an den Nordwestdeutschen Schützenbund.

Auf der Verbandsdelegiertentagung im Jahre 1955 schlug der 2. Vorsitzende Peter Bensch vom Schützenverein Oedeme vor, den inzwischen recht gross und weiträumig gewordenen Kreisschützenverband, wie er meistens genannt wurde, aufzugliedern.

Sein Vorschlag fand die Zustimmung der Delegierten, und es wurde die Bildung von vier Kreisgruppen, Lüneburg Mitte, Lüneburg Süd, Lüneburg Ost und Lüneburg Nord, beschlossen.

Da der bisherige Schützenverband für den Stadt- und Landkreis Lüneburg als Dachorganisation der vier Kreisgruppen bestehen bleiben sollte, erfolgte, um Verwechslungen zu vermeiden, noch im Laufe desselben Jahres seine Umbenennung in „Bezirksschützenverband Lüneburg“.

Die eigentliche Gründung der Unterkreise, wie sie zeitweise auch genannt wurden, sollten von den betreffenden Vereine selbst vorgenommen werden.

Am 20. März 1955 gründeten 7 Vereine den Schützenkreis Bleckede. Hieraus entwickelte sich im Laufe der Jahre der jetzige Schützenkreis mit 17 Vereinen und ca. 1800 Mitgliedern.

Außerdem wurde im Jahre 1986 der Freundeskreis zur Förderung des Schießsports im Schützenkreis Bleckede gegründet.

Präsident im grössten Schützenkreis des Bezirksschützenverbandes Lüneburg ist Karl-Heinrich Scharnhop.

Am 25. Januar 1956 war im Gasthaus Nack zu Echem die konstituierende Sitzung zur Gründung des Schützenkreises Echem unter der Leitung von Heinrich Mundt.

Zur Gründerversammlung gehörten die Schützenvereine Adendorf, Echem, „Hubertus“ Reinstorf und Scharnebeck.

Präsident des 1233 mitgliedstarken Schützenkreises ist Wilfried Peters. Der Schützenkreis Echem besteht zur Zeit aus 7 Vereinen.

Am 03. März 1956 wurde mit seinen jetzigen 11 Vereinen der Schützenkreis Betzendorf gegründet. Erster Kreispräsident war Heino Strauer, Wendisch Evern. Jetziger Präsident ist Roland Krause.

Somit war die Gründung von vier Kreisgruppen Lüneburg Ost, Lüneburg Nord, Lüneburg Süd und Lüneburg Mitte vollzogen.

Am 15. Februar 1967 setzten sich Henry Petersen, Schwinde – Karl-Heinz Soetebeer, Tespe – Heirich Duggen, Handorf – Martin Ravens, Wittorf – und Josef Schneider, Wittorf, mit dem Vorstand des Bezirksschützenverbandes Lüneburg zu ersten Gesprächen zusammen, um einen neuen Schützenkreis zu gründen. Schon am 27. Februar 1967 fand die Gründerversammlung des Schützenkreises Wittorf im Gasthaus Fehlhaber statt. Erster Kreispräsident wurde Martin Ravens. Präsident Dieter Ravens führt jetzt den ca. 1410 mitgliederstarken Kreisverband Wittorf mit 7 Vereinen.

Am 15. September 1996 wurde mit mehr als 900 Schützen aus Vereinen des Bezirksschützenverbandes Lüneburg der 1. Lüneburger Schützenmarsch mit einem Sternmarsch zum Marktplatz vor dem Lüneburger Rathaus begangen. Eine Demonstration des Schützenwesens in der Region.

Prominentester Gast war der Olympiasieger von Atlanta Christian Klees aus Eutin.

Folgende Schützen aus dem Bezirksschützenverband Lüneburg waren bzw. sind als Funktionsträger im Präsidium bzw. Gesammtpräsidium des Nordwestdeutschen Schützenbundes bzw. Deutschen Schützenbundes tätig:

Hans Bosch, Ochtmissen, (Landessportleiter 1958 – Bundesjugendleiter des DSB 1962) – Werner Stelter, Lüneburg, - (stellv. Schriftführer 1959 – Schriftführer 1962 ab 1963 Geschäftsführer – Schatzmeister komm. 1967) – Albert Berger, Lüneburg, (stellv. Schriftführer 1962) – August Heuer, Lüneburg, (Schatzmeister und Buchhalter 1963) – Anne-Marie Schmidt, Lüneburg, (Landesdamenleiterin 1967) – Anton Runte, Lüneburg, (stellv. Schatzmeister 1968) – Heinz Joachim Finkendey, Lüneburg, (stellv. Landessportleiter 1968 und 1975) – Thilo Distler, Scharnebeck, (stellv. Schriftführer 1974) – Heinz Pilch, Reinstorf, (Sachverständiger für Schießstandbau des DSB 1968 – 1998).
Zur Zeit als Funktionsträger tätig:

Thilo Distler, Scharnebeck (schriftführer, Referent für Versicherungen und Waffenrecht, C-Trainer Schkr. Echem) – Rainer Stein, Deutsch Evern (Referent für Gewehr) – Hans-Heinrich Bruns, Lüneburg (ersatzkassenprüfer).

Ehrenmitglieder aus dem Bezirksschützenverband Lüneburg waren bisher beim Nordwestdeutschen Schützenbund Willi Karl und Ernst Gramm sowie Hans Bosch und August Heuer.

Ehrenmitglieder beim Nordwestdeutschen Schützenbund sind zur Zeit Anne-Marie Schmidt und Kurt Schuchardt.

Herausragender Sportschütze in den 50 und 60 Jahren war der aus Reinstorf stammende und für die Schützengesellschaft Bremerförde schiessende Heinz Pilch, der 7 Deutsche Meistertitel im Einzel und 24 Meistertitel in der Mannschaft erzielte.

Ausserdem nahm er 1959 in Mailand und 1965 in Bukarest an den Europameisterschaften und 1962 in Kairo und 1966 in Wiesbaden an den Weltmeisterschaften teil.

Heinz Pilch gehörte 1960, 1964 und 1968 dem Olympiakader an, wobei zu erwähnen ist, dass 1960 und 1964 gemeinsame Olympiaausscheidungen mit der DDR durch geführt wurden.

Im Laufe seiner Mitgliedschaft in der Nationalmannschaft stellte Heinz Pilch 5 Deutsche Rekorde, davon 2 mal den gültigen Weltrekord egalisiert, und mit der Mannschaft aus Bremerförde 9 weitere Deutsche Rekorde auf.

1959 erreichte Heinz Pilch den Weltrekord bei den Europameisterschaften von 396 Ringen.

Bei der Olympiaausscheidung 1964 den Weltrekord mit dem Freigewehr 300m, 40 Schuß liegend mit 397 Ringen egalisiert.

Hinzu kommen für ihn 2 weitere Deutsche Rekorde, aufgesellt bei den Länderkämpfen 1960 und 1964 gegen die USA.

1958 wurde er als Aussenseiter in Nürnberg Deutscher Meister im Kleinkaliberschießen englisch match mit 585 Ringen. Ausserdem belegte er bei dieser Meisterschaft beim Kleinkaliberschießen, knieend Anschlag mit 379 Ringen den 3. Platz.

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